Im ICE-WC: “Bitte verlassen Sie den Raum so wie Sie ihn selbst gerne vorfinden möchten. Wie ich ihn selbst vorfinden möchte… DAS war eine Arbeit!” ~ Andreas Giebel, dt. Kabarettist

War Anfang Juli bei einem Seminar von einem Freund von mir assistieren.

2,5 Tage Einführung in Gewaltfreie Kommunikation mit einer 11. Klasse einer Waldorfschule aus Baden-Württemberg.
Wunderschön, malerisch gelegen in einem wuchtigen Alpenpanorama. Berghütte in Vorarlberg, dem westlichsten Zipfel Österreichs
Ein Bild:
Die Aussicht

Die Aussicht

Bei den TeilnehmerInnen: Manche abweisend, manche indifferent, die meisten (Jungen genauso wie Mädchen) offen und interessiert. Je länger es dauerte, desto mehr Interesse.
Was sehr schön war. Zu sehen wie kraftvoll das ist, was wir tun. Der Tassilo und ich. Und wir GFK-Trainer überhaupt.

 

Es war also sehr schön. Es hat mich aber auch sehr nachdenklich gemacht.

Zwei Dinge ganz besonders:
Das eine: Es hat bei mir voll die Themen aus meiner eigenen Schulzeit hochgebracht. Die Sorge, nicht akzeptiert zu werden, wenn ich mich zeige wie ich bin. Sorge, nicht dazu zu gehören. Und all das.
Hatte gedacht, ich hätte das schon aufgelöst. Naja… Da wartet wohl noch a weng Arbeit auf mich. :D

 

Das zweite:
Der Satz vom Anfang* kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn ich – wie jetzt in Vorarlberg ganz deutlich wieder – hautnah mitbekomme, zu welcher Unzufriedenheit und Disconnection unser jetziges Schulsystem bei allen Beteiligten führt. Bei SchülerInnen UND LehrerInnen.

 

“Verlassen Sie dieses Schulsystem bitte so wie Sie es selbst gerne vorfinden möchten”.
Schulsystem, Bildungssystem, Wirtschaftssystem, politisches System…

 

Bitte. Echt.
DAS ist eine Arbeit. Ne sinnvolle, zur Abwechslung.

 

Mich motiviert so ein Satz ungemein, aktiv zu bleiben für den Wandel den ich in der Welt sehen möchte.
Was motiviert euch dazu? Was lähmt eure Motivation? Erzählts mir! :)

 

*(Das Video dazu ist übrigens echt lustig!)