Ein Gewinner-Projekt des Social Impact Awards 2011Der Ausgang des Social Impact Awards – und wie es mit dem GFK-Zentrum weitergeht

Mitte Mai hab ich ja groß um Unterstützung beim Online-Voting für den Social Impact Award geworben.
Wie ist das denn ausgegangen?

Ja, äh, nicht so wie gehofft. Alle 5 Preise á 4.000€ gingen an andere Projekte.

Einen 4. Platz beim Online-Community-Voting gabs immerhin, mit ca. 8% aller abgegebenen Stimmen.

Daher danke ich herzlichstens allen, die das GFK-Zentrums-Projekt mit ihrer Stimme unterstützt haben!
Die Rückmeldungen zu bekommen und zu sehen, wie viele Menschen abgestimmt haben, habe ich sehr genossen, weil da für mich eine gewisse Qualität der Unterstützung gespürt hab, das “gemeinsam auf ein Ziel gehen” – was einfach geil ist.

Ja.

Gut.

Und jetzt?

Wie geht’s weiter mit dem Projekt?

Wenn ich ehrlich bin: Erstmal garnicht.

Und zwar ganz einfach aus dem Grund, dass ich zum Zeitpunkt der Einreichung eh nicht mehr an diesem Projekt gearbeitet hatte – es lag fertig in der Schublade (als Abschlussarbeit für die Pioneers of Change) und musste nur noch abgeschickt werden.

Schon als ich die Abschlussarbeit geschrieben hatte, war das Projekt eigentlich nicht mehr voll präsent. Ich war voll dabei, meine Selbstständigkeit aufzubauen.

Das aus mehreren Gründen.

Im Juni 2010 war es endlich so weit, dass in meiner Wohnung ein gemeinsamer Dragon-Dreaming-Visionskreis von GFK-TrainerInnen aus dem Raum Wien zum Thema “GFK-Zentrum” stattfand.

Die Projekt-Idee hatte damals eine etwas andere Färbung (wie man hier gut sehen kann), aber in dem gemeinsamen Visionskreis (von dem ich leider keine Fotos gemacht hatte) stellte sich heraus, dass alle ein wirklich räumliches Zentrum haben wollten – und dass der starke Wunsch da ist, einerseits TrainerInnen aus ganz Österreich da mit einzubinden und andererseits bei der Jahresversammlung des Vereins GFK Austria auch auf diese Visionskreis-Art miteinander zu arbeiten.

Simone beim Clustern der Ziele für das nächste Jahr.

Simone beim Clustern der Ziele für das nächste Jahr.

Das leuchtete mir ein und ich freute mich über die gemeinsame Kraft und Energie – und so machten wir uns daran, für die Jahresversammlung auch so einen Dragon-Dreaming-Prozess zu kreieren.

Dieser war auch – zumindest von da aus gesehen – sehr erfolgreich und setzte viel Lust und Energie im Netzwerk GFK Austria frei. Er zeigte nur auf, dass im Moment ein gemeinsames Zentrum für Gewaltfreie Kommunikation nicht unter den Top-Prioritäten ist.

Was macht ein schlauer Projekt-Initiator da? Er legt sein Projekt auf Eis und wartet bis die Zeit reif ist.

Und genau das mache ich.

Und genau so hoffe ich, dass auf den Gehirnschmalz, den ich schon in die Konzeptentwicklung gesteckt habe, andere Menschen aufbauen können.

Deswegen: Lest das Konzept, verbreitet es in euren (GFK-)Kreisen und schaut, ob es euch inspiriert, selber etwas in diese Richtung zu tun. Und das bitte so partizipativ wie möglich – auch wenn das am Anfang manchmal anstrengender ist. Die Resultate sind nachhaltiger, das glaube ich stark. (Yes, Fachverband, I’m kind of looking at you…)

Und startet einen Austausch! Am liebsten hier in den Kommentaren :)